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Relaunch & Planung

Website überarbeiten lassen: Kosten, Ablauf und wann sich ein Relaunch lohnt

Was kostet eine Überarbeitung, wie läuft sie ab und was passiert mit Ihrer Sichtbarkeit? Konkrete Entscheidungshilfen und ein Briefing für Ihre bestehende Website.

Von Patrick Brockhaus · PB Webstudio · Stand:

Von der Änderungswunschliste zum klaren Auftrag.

Sie schicken einem Interessenten Ihre Website und erklären gleich hinterher, was dort nicht mehr stimmt. Eine Leistung fehlt. Die Bilder sind alt. Auf dem Smartphone ist das Kontaktformular mühsam. Sie möchten Ihre Website überarbeiten lassen. Jetzt geht es darum, die nötigen Arbeiten, das Budget und den Weg zur Veröffentlichung greifbar zu machen.

Meine Empfehlung: Legen Sie zuerst fest, was nach der Überarbeitung besser funktionieren soll. Beispielsweise: Interessenten finden die passende Leistung schneller, können eine vollständige Anfrage stellen oder erkennen endlich, wofür Ihr Unternehmen heute steht. „Moderner aussehen“ kann dazugehören, ist als einziges Projektziel aber zu ungenau.

Eine Überarbeitung kann einzelne Inhalte und Ansichten betreffen. Ein Relaunch geht weiter und erneuert häufig Struktur, Gestaltung und technische Grundlage. Hier erfahren Sie, wie sich der Aufwand zusammensetzt und wie Sie ein solches Projekt sinnvoll vorbereiten. Eine ausführliche Entscheidungshilfe zum Umfang finden Sie unter Überarbeiten oder komplett neu erstellen?

Was kostet es, eine Website überarbeiten zu lassen?

Eine seriöse Kalkulation braucht einen Blick auf den Bestand. Fünf Seiten mit fertigen Texten auf einer gut zugänglichen technischen Grundlage sind anders zu bearbeiten als fünf Seiten, deren Inhalte, Formulare und System vollständig neu aufgebaut werden müssen.

Premium-Relaunch bei PB Webstudio: ab 2.490 € EndpreisGemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Der endgültige Preis richtet sich nach dem vereinbarten Umfang.

Dieser Einstiegspreis gehört zu meinem beschriebenen Relaunch-Angebot. Er ist keine Pauschale für jede Überarbeitung und kein allgemeiner Marktpreis. Kleinere Änderungen werden nach der konkreten Aufgabe kalkuliert. Individuelle Funktionen, umfangreiche Inhaltsübernahmen und besondere Schnittstellen müssen gesondert betrachtet werden.

Diese Fragen entscheiden über den tatsächlichen Aufwand
KostenfaktorWas vorab geklärt werden sollte
Technischer BestandGibt es vollständige Zugänge? Lässt sich das vorhandene System zuverlässig bearbeiten und weiterbetreiben?
InhalteWelche Texte, Bilder und Unterseiten bleiben? Wer liefert fehlende Informationen und neues Material?
Gestaltung und StrukturWerden einzelne Ansichten angepasst oder Seitenaufbau und Gestaltung neu entwickelt?
FunktionenBleibt es beim Kontaktformular oder kommen Buchungen, Kundenkonten oder externe Anbindungen hinzu?
Übergang und PrüfungWelche URLs, Formulare, Weiterleitungen und Inhalte müssen übernommen und getestet werden?

Zum Projektpreis kommen die vereinbarten Betriebskosten, etwa für Hosting, Domain und externe Dienste. Spätere Änderungen und Betreuung sollten ebenfalls geklärt sein. Lassen Sie Erstellung, optionale Ergänzungen und laufende Kosten getrennt ausweisen. So vergleichen Sie Angebote nach Leistung statt nur nach Endsumme.

Vor der Beauftragung: Was genau wird überarbeitet?

Ein Relaunch lohnt sich, wenn die notwendige Veränderung mit einzelnen Korrekturen nicht mehr sinnvoll erreichbar ist. Ob das auf Ihre Website zutrifft, klären Sie mit der Entscheidungshilfe zur Überarbeitung oder Neuerstellung. Für die anschließende Beauftragung sollte aus dieser Richtung ein konkreter Leistungsumfang werden.

Die Formulierung „Website modernisieren“ lässt dafür zu viel offen. Halten Sie pro betroffener Seite fest, was übernommen, geändert oder neu erstellt wird. Dazu gehören auch Formulare, Downloads und Verbindungen zu anderen Diensten.

So wird eine Anfrage kalkulierbar

Statt „Die Leistungsseiten sollen besser werden“ hilft beispielsweise: „Die drei vorhandenen Leistungsseiten bleiben unter ihren bisherigen Adressen. Ich liefere aktualisierte Texte und Bilder. Die Seiten bekommen einen einheitlichen Aufbau und verweisen jeweils auf das Kontaktformular. Dort soll die gewünschte Leistung ausgewählt werden können.“

Dieses fiktive Briefing benennt Bestand, Eigenleistung und gewünschtes Ergebnis. Im Angebot lässt sich darauf aufbauend festhalten, welche Gestaltung, Einpflege und Funktionsprüfung enthalten sind. Neue Wünsche können anschließend getrennt besprochen werden, ohne den ursprünglichen Auftrag unbemerkt zu vergrößern.

So läuft eine geplante Überarbeitung ab

  1. Bestand und Ziel erfassen. Ich schaue mit Ihnen auf Seiten, Inhalte, Funktionen und vorhandene Suchdaten. Sie benennen die Probleme aus Ihrem Alltag. Daraus entsteht ein konkretes Ziel für die Überarbeitung.
  2. Umfang und Zuständigkeiten festlegen. Welche Seiten entstehen, welche bleiben und wer liefert Texte oder Bilder? Das Angebot hält Leistungen, Abstimmungen und mögliche Extras fest. Auf dieser Grundlage wird der Zeitplan vereinbart.
  3. Struktur und Gestaltung abstimmen. Zuerst muss nachvollziehbar sein, wie Besucher zum passenden Inhalt gelangen. Darauf baut die Gestaltung auf. So lassen sich grundlegende Entscheidungen treffen, bevor jedes Detail umgesetzt ist.
  4. In einer Vorschau umsetzen. Der neue Stand wird getrennt vom öffentlichen Auftritt vorbereitet. Sie können Inhalte und Funktionen prüfen, Rückmeldungen geben und den abgestimmten Stand freigeben.
  5. Den Wechsel vorbereiten. Kontaktwege, mobile Ansichten, wichtige Links und gegebenenfalls Weiterleitungen werden geprüft. Ein gesicherter Ausgangsstand und ein abgestimmtes Vorgehen für Probleme gehören zur Vorbereitung.
  6. Veröffentlichen und nachprüfen. Nach dem Wechsel werden die vereinbarten Seiten und Funktionen erneut kontrolliert. Suchdaten sollten anschließend über vergleichbare Zeiträume beobachtet werden.

Wie lange das dauert, hängt auch von Ihrer Vorbereitung ab. Ein abgestimmter Ansprechpartner, vollständige Inhalte und gebündelte Rückmeldungen machen den Ablauf besser planbar. Einen pauschalen Fertigstellungstermin ohne Kenntnis dieser Punkte würde ich nicht versprechen.

Was passiert mit Ihren Google-Platzierungen?

Bestehende Sichtbarkeit ist ein Teil des Bestands. Vor einem Relaunch sollten deshalb wichtige Seitenadressen und Suchdaten erfasst werden. Eine Unterseite mit unscheinbarer Gestaltung kann bereits genau die richtigen Interessenten erreichen.

  • Sinnvolle bestehende URLs möglichst beibehalten.
  • Bei notwendigen Änderungen jede alte Adresse einer passenden neuen Zielseite zuordnen und dauerhaft weiterleiten.
  • Interne Links, Canonicals, Sitemap und Indexierungsangaben auf den neuen Stand abstimmen.
  • Nach dem Wechsel Erreichbarkeit und Suchentwicklung kontrollieren.

Alte Unterseiten pauschal auf die Startseite umzuleiten ist kein Ersatz für eine passende Zuordnung. Auch die Vorschau muss beim Übergang berücksichtigt werden: Ein für die Entwicklung gesetztes Indexierungsverbot darf nicht versehentlich auf den veröffentlichten Seiten bestehen bleiben.

Google beschreibt diese Vorbereitung in seiner Dokumentation zu URL-Änderungen. Trotz sorgfältiger Planung können Platzierungen vorübergehend schwanken. Ziel ist, vermeidbare Fehler zu verhindern; eine feste Google-Position lässt sich nicht garantieren.

Ihr Briefing in zehn Minuten

Für das erste Gespräch brauchen Sie kein technisches Lastenheft. Diese sechs Angaben reichen als Einstieg:

  • Meine aktuelle Website: Adresse und, falls bekannt, das verwendete System.
  • Das größte Problem: Was funktioniert heute konkret nicht gut?
  • Das gewünschte Ergebnis: Was sollen Besucher künftig besser tun oder verstehen können?
  • Das soll bleiben: Bewährte Inhalte, Funktionen oder Gestaltungselemente.
  • Das kann ich liefern: Texte, Bilder, Zugänge und verfügbare Auswertungen.
  • Mein Rahmen: Budget, gewünschter Start und feste Termine mit ihrem Anlass.

Mit diesen Angaben lässt sich zuerst die richtige Größenordnung klären. Anschließend wird aus „Meine Website müsste mal neu“ ein überprüfbarer Projektumfang. Zum Vergleich konkreter Angebote hilft die Website-Angebotscheckliste.

Häufige Fragen zur Überarbeitung

Kann meine Website währenddessen online bleiben?

In vielen Fällen ja. Der neue Stand wird separat vorbereitet und erst nach der Prüfung umgestellt. Ob und welche Unterbrechungen nötig sind, hängt vom System und den zu übernehmenden Daten ab und wird vorab geklärt.

Muss ich alle Texte neu schreiben?

Nein. Zutreffende, hilfreiche Inhalte können erhalten bleiben. Überarbeitet wird dort, wo Informationen fehlen, nicht mehr stimmen oder die Entscheidung Ihrer Interessenten nicht ausreichend unterstützen.

Ist ein Relaunch automatisch gut für SEO?

Ein neues Design allein sagt wenig über die spätere Sichtbarkeit aus. Entscheidend sind auch hilfreiche Inhalte, erreichbare Seiten und eine saubere technische Übernahme. Deshalb gehört die Bestandsprüfung vor die Umsetzung.

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